- - - Ende Februar hat unsere “Filmschule 2012“ begonnen. Alle Plätze ausgebucht! - - - "Objektiv" wächst weiter: 30. Mitglied aufgenommen - - - Tagesworkshop speziell für Jungfilmer (15 - 25 Jahre) geplant: "Filmgestaltung kompakt" - - -

 

1.  Allgemein:

 

[   Abfilmen der Realität im Zeitverhältnis 1:1

[   Der Film ist zu lang (oder nur für unmittelbar Beteiligte interessant)

[   Autor kann sich nicht von inhaltlich und/oder technisch schwachen Szenen trennen

[   Der Film erzählt keine richtige oder richtig aufgebaute Geschichte (fehlender Spannungsbogen,

      kein oder schlechter dramaturgischer Aufbau)

 

2.  Bei der Kameraarbeit:

 

[   Schlechte Fotografie (z.B. Horizont schief; kein Aufbau in Vordergrund - Mitte -Hintergrund)

[   Wackelige Bilder; kein Stativ

[   Unmotiviertes Schwenken (z.B. Suchen mit dem Kamera-"Auge")

[   Unmotiviertes Zoomen (z.B. ständiges "Hin-und-Her-Gurken")

[   "Knipsen" von isolierten Einstellungen statt Vorgänge in Bildfolgen zerlegen (d.h. "Diaschau"

      statt Einstellungsfolgen = Sequenzen)

[   Unterbelichtung bei Gegenlicht (z.B. bei bewölktem Himmel)

[   Die Kamera-Automatik stört beim Filmen ("Pumpen" bei der Belichtung und/oder bei der Schärfe)

[   Kein oder zu wenig Wechsel des Kamerastandortes

[   Kein oder zu wenig Wechsel der Kameraperspektive (d.h. gefilmt wird vorzugsweise nur in

      Augenhöhe = "Touristen-Perspektive")

[   Mangel an Großaufnahmen (statt dessen Filmen "auf Distanz" oder in Halb-Distanz)

 

3.  Beim Schnitt:

 

[   Beim Filmen oder beim Schnitt abgebrochene Kamerabewegungen (Schnitt in Fahrten, Zooms oder Schwenks)

[   Sprünge bei Bewegungen im Bild (es wird nicht "in die Bewegung geschnitten")

[   Abrupte Sprünge in den Einstellungsgrößen ("schockierender" Schnitt)

[   Achs(en)sprünge

[   Fehlende Zwischenschnitte (z.B. als Übergang; oder es wird ein Ereignis gefilmt, aber vergessen, die

      Zuschauer zu filmen, also keine "Aktion und Reaktion")

 

4.  Bei der Tongestaltung:

 

[   Zuviel "Musiksoße" (d.h. Musikeinsatz als "O-Ton-Ersatz" bzw. ohne besonderen gestalterischen Sinn)

[   Zur Bildaussage bzw. zum Bildinhalt unpassende Musikauswahl

[   Unbegründeter Einsatz modischer "Ohrwürmer" als Filmmusik (z.B. aktuelle Hits)

[   Kommentarprobleme, zum Beispiel:

       - Text "erschlägt" Bild

       - Bild- und Textinformation laufen (zu weit) auseinander

       - "Bläh"-Text (= "geschwollener" Text); unangenehm belehrender Text o.ä.

       - unechte Sprache (z.B. Schreibtext statt Sprechtext)

[   Abrupte Tonschnitte bzw. Tonsprünge (z.B. bei Live-Musik oder auch bei "Atmo")

[   Falsche Tonmischung (z.B. Atmosphäre bzw. Hintergrundton zu laut oder zu leise)